Schmerzfrei trotz Arthrose
Dass die Gelenke im Laufe der Jahre
verschleißen, ist bis zu einem gewissen Grad normal. Solche Alterserscheinungen treten in vielen anderen Bereichen
ebenfalls auf. Wenn der Gelenkschmerz jedoch überhand nimmt,
dann lautet die Diagnose häufig: Arthrose. Ärzte unterscheiden dabei nach der so genannten primären
Arthrose und der sekundären Arthrose. Während die primäre Form ohne äußere Ursache auftritt,
beispielsweise weil das Knorpelgewebe im Gelenk nicht ausreichend ausgebildet ist, wird die sekundäre Arthrose
durch klar definierte Einflussfaktoren ausgelöst. Das kann etwa die Überlastung der Gelenke sein, aber auch eine
Entzündung kommt als Ursache in Frage.
Egal, aus welchem Grund die Gelenke schmerzen: Erstes Ziel jeder Behandlung muss die
Linderung der Beschwerden sein, damit ein normales Leben wieder möglich wird. Denn viele Betroffene sind in Folge
der permanenten Schmerzen bei fast jeder Bewegung sowohl in ihren beruflichen Möglichkeiten als auch in ihrer
Freizeit stark eingeschränkt. In den meisten Fällen betrifft die Arthrose die Hüft- oder die Kniegelenke, mitunter
klagen die Patienten auch in beiden Körperpartien über Schmerzen. In jüngeren Jahren leiden vor allem Männer unter
Arthrose, die Mehrheit der Patienten über 55 Jahre ist hingegen weiblich.
Eine wirksame Therapie muss eine Reihe von Faktoren umfassen und dabei auch die
Ursachen der Arthrose berücksichtigen. Wo etwa Übergewicht mit daraus resultierender zu starker Belastung der
Gelenke Schuld an den Schmerzen ist, muss eines der Ziele natürlich in der Gewichtsreduzierung bestehen. Dazu muss
der behandelnde Mediziner bei dem Betroffenen das Bewusstsein dafür schärfen, dass das eigene Verhalten maßgeblich
zum Erfolg der Therapie beiträgt. Das Essverhalten muss sich grundlegend ändern, durch eine bewusste Ernährung muss
das Gewicht spürbar reduziert werden. Nur dann ergibt sich eine Entlastung der Knochen, und der Gelenkschmerz lässt
nach. Zudem sollten unter fachkundiger Anleitung regelmäßige Übungen durchgeführt werden, deren Ziel darin besteht,
das betroffene Gelenk beweglich zu halten und die Beweglichkeit nach Möglichkeit zu erhöhen.
Oftmals lassen sich die Schmerzen aber allein mit Gewichtsreduzierung und einigen
Übungen nicht beseitigen. Vielfach ist ein operativer Eingriff erforderlich, bei dem das defekte Knorpelgewebe im
Gelenk durch frische Knorpelmasse ersetzt bzw. ergänzt wird. Wo auch das nicht genügt, besteht der einzige Ausweg
darin, das schmerzende Gelenk durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen. Die Möglichkeiten, die Beschwerden zu
lindern, sind also vielfältig. Erfahrene Mediziner können in jedem Einzelfall entscheiden, welche Behandlung den
größten Erfolg verspricht. Das oberste Ziel besteht dabei immer darin, dem Arthrose-Patienten trotz seiner
Erkrankung ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.
|